Diabetes   OneTouch®
 
 
    Site Map Finden   Suchbegriff: 
LifeScan Deutschland und Österreich
Unternehmen Produkte Diabetes
  Diagnose Diabetes
  Diabetes Links
  ZUCKER
  Broschüren
  Rezepte
  Ferienfreizeit
  Ärztliche Reise-Bescheinigung

LifeScan Deutschland und Österreich

 

ZUCKER

WELLNESS | MASSAGE+AKUPRESSUR

03-2000 Inhalt

Wie wär’s mal mit einer Massage?

Diese Frage wird mit Sicherheit von jedem mit einem klaren „Ja“ beantwortet. Eine Massage tut einfach gut, man fühlt sich so entspannt und hat das Gefühl, wie neugeboren zu sein. Dass mehr als nur „Wohlfühlen“ dahinter steckt, zeigt der folgende Beitrag zum Thema Massagen.

Das Massieren ist eine jahrtausendealte Technik zur Vorbeugung und Behandlung von Beschwerden und Erkrankungen des Bewegungsapparats. Mit Hilfe bestimmter Massagetechniken können jedoch auch erkrankte innere Organe sowie der Stoffwechsel günstig beeinflusst werden. Die „Kunst der Berührung“, wie die Massage auch genannt wird, gehört zu den Behandlungsformen, mit denen dem Menschen Kraft und Vitalität zurückgegeben werden. Die Praxis des Massierens kommt ursprünglich aus dem fernen Osten. Ihr Hauptzweck ist, die Harmonie des Organismus durch regulierende Techniken der Berührung zu bewahren oder wiederherzustellen. Während es bei den östlichen Techniken wie Shiatsu oder Akupressur eher um die Wiederherstellung des inneren Energiegleichgewichts geht, bewirken die westlichen Massagetechniken eine direkte körperliche Reaktion. Die klassische Massage besteht aus vier verschiedenen Techniken, die nacheinander durchgeführt werden:

  • Effleurage (Streichung)
    Sanfte, leichte Massage parallel zum Verlauf der Muskelfasern. Die Streichbewegung erfolgt meist in Richtung Herz. Mit der Streichung nimmt der Masseur Kontakt mit der zu behandelnden Person auf, erspürt Verspannungen und Verhärtungen.
  • Petrissage (Knetung)
    Beim Kneten werden die Muskeln gegeneinander geschoben und dabei gedehnt. Die Knetung erfolgt jeweils in beide Verlaufsrichtungen des Muskels. Sie dient der vermehrten Durchblutung der Muskulatur und dem Lösen von Verspannungen.
  • Friktion (Reibung)
    Hierbei führt der Masseur kreisende Bewegungen mit den Daumen und den Fingerkuppen in die Tiefe der Muskulatur aus. Die Reibungen dienen dazu, sog. Myogelosen – fühlbare, harte Knoten im Muskelgewebe – aufzuheben.
  • Tapotement (Klopfen, Klatschen)
    Durch leichtes Schlagen, Klopfen oder Klatschen mit lockerer Hand wird die Durchblutung der Muskulatur in der Tiefe gefördert. Gleichzeitig regt diese Technik das Nervensystem an.

Druckmassagetechniken

Akupressur und Shiatsu sind Druckmassagetechniken – d.h., mit den Fingerkuppen, den Daumen, den Handflächen, manchmal auch mit den Ellbogen wird Druck ausgeübt. Massiert werden die von der Akupunktur bekannten Punkte auf den Meridianen.

Die Bezeichnung „Akupressur“ bezieht sich auf die chinesische Technik der Druckmassage. „Shiatsu“ ist die japanische Variante der Akupressur. In Europa wurden diese Druckmassagetechniken erweitert: Hier massiert man neben den klassischen Akupunkten auch bestimmte Schmerzpunkte. Akupressur und Shiatsu basieren auf der gleichen philosophischen Grundlage wie die Akupunktur. Danach bedeutet Gesundheit ungehindertes Fließen der Lebensenergie Qi (Traditionelle chinesische Medizin). Dies ist nur möglich, wenn sich die beiden Energiekonzepte Yin und Yang in Harmonie befinden. Wird diese Harmonie z.B. durch Klimaeinflüsse, unkontrollierte Emotionen, einen ungesunden Lebensstil, mangelhafte Ernährung oder zu wenig Bewegung gestört, kann eine Krankheit entstehen. Um wieder gesund zu werden, muss man die Störung im Energiegleichgewicht beheben. Dabei reizt oder beruhigt der Therapeut die Akupunkturpunkte, die entlang der Meridiane auf dem ganzen Körper verteilt sind. Dies ist durch Nadelstiche oder – wie bei Akupressur und Shiatsu – durch Druckmassage möglich. So kann man dort, wo ein Ungleichgewicht besteht, gezielt Energie zu- oder ableiten.

 

[Akupressur ist die Anwendung der Akupunktur ohne Nadeln. Statt dessen werden Akupunkturpunkte durch Druck oder Massage in Meridianrichtung beeinflusst. Die Akupressur dient hauptsächlich der Selbstbehandlung, ist aber auch bei Hausbesuchen nützlich, wenn keine Akupunkturnadeln vorhanden sind. Bei der Akupressur steht die symptomatische Behandlung im Vordergrund.]

Diagnose und Wirkung

Bevor eine Behandlung beginnt, muss eine exakte Diagnose feststehen. In China und Japan entsprechen die Diagnosemethoden denen der traditionellen chinesischen Medizin, in Europa werden sie oft durch die Überprüfung von einzelnen Akupunkturpunkten mittels elektrischer Geräte ersetzt. Nach der Diagnose massiert der Therapeut mit kreisenden Bewegungen rund um die zu behandelnden Punkte. Mit leichtem Fingerdruck löst die Kombination bestimmter Punkte muskuläreVerspannungen und chronische Blockaden, wodurch die Vitalkräfte des Körpers angeregt werden. Das ist die beste Prävention für moderne vegetativ-funktionelle Störungen wie Stress, Nervosität, Infektanfälligkeit, Verdauungsstörungen, nachlassende Konzentration und vieles mehr. Kräftiger Druck, bei dem der Shiatsu- oder Akupressur-Therapeut manch-mal sein ganzes Körpergewicht einsetzt, soll eine beruhigende Wirkung haben. Sanfte Massagen regen den Organismus an. Eine Behandlung mit Shiatsu oder Akupressur dauert ungefähr eine halbe Stunde und wird mehrere Male wiederholt. Obwohl Akupressur und Shiatsu ähnlich wirken wie die Akupunktur, werden diese Druckmassagetechniken vor allem zur Gesundheitserhaltung eingesetzt. Grundsätzlich kann man Akupressur und Shiatsu auch bei funktionellen Störungen erfolgreich anwenden. Dabei handelt es sich um Krankheiten und Beschwerden, die ohne fassbare Veränderung im Organismus auftreten. Dazu gehören Gelenk-, Muskel- und Kreislaufbeschwerden, Verdauungsstörungen, Stoffwechselerkrankungen sowie Erkrankungen der Atemwege.

Im Gegensatz zur Akupunktur kann die Technik der Druckmassage auch als Selbstbehandlung angewandt werden. Akupressur und verwandte Techniken werden oft auch rein beschwerdeorientiert durchgeführt, ohne Berücksichtigung der traditionellen chinesischen Medizin. Akupressur und Shiatsu sind vor allem bei der Linderung funktioneller Störungen erfolgreich. Sie sollten nicht an erkrankten oder entzündeten Stellen ausgeführt werden. Außerdem darf man die Technik der Druckmassage nicht bei Patienten mit schweren Herz-Kreislauf- Problemen einsetzen, weil sich bestehende Leiden nach einer Behandlung kurzfristig verstärken könnten. Ebenso dürfen während der Schwangerschaft keine Punkte massiert werden, die mit dem Unterleib im Zusammenhang stehen. Deshalb sollten diese Techniken nicht ohne ärztliche Abklärung durchgeführt werden.

Was zahlen die Kassen?

Klassische Massagen kann der behandelnde Arzt verschreiben, wenn bestimmte Indikationen angezeigt sind. Die Krankenkassen übernehmen dann die Kosten der Behandlung. Akupressur fällt – wie Akupunktur – momentan noch in den Bereich „neue Behandlungsmethoden“ oder „alternative Medizin“. Es wird individuell im Einzelfall entschieden, ob Kosten ganz oder teilweise von den Kassen getragen werden. Eine Voraussetzung ist, dass die Schulmedizin vollständig ausgeschöpft wurde und der Arzt dies belegen kann. Daneben muss ein ärztliches Gutachten erstellt werden, mit dem der sog. Medizinische Dienst entscheidet, ob die Krankenkasse die Kosten der Behandlung trägt.

Eine Massage ist viel mehr als Entspannung. Sie kann – vom Profi richtig angewendet – nicht nur zur Linderung von Beschwerden beitragen, sondern auch helfen, die Gesundheit zu erhalten. Probieren Sie es aus. Eine erste Anleitung zur Akupressur finden Sie unter www.gesundheitscout24.de

03-2000 Inhalt

AUSGABE 03-2000 INHALT

TITELTHEMA | DIABETES + AUGE
Augenblick mal!

TITELTHEMA | DIABETES + AUGE
Ich kann wieder sehen...

LIFESCAN CH | PORTRAIT
Hallo Schweiz!

DIABETES + SPORT | INTERVIEW
Ein Tennisstar mit Diabetes

WELLNESS | MASSAGE + AKUPRESSUR
Wie wär's mal mit einer Massage?

ESSEN + TRINKEN | FISCH
Urlaubsstimmung, Fisch und Mallorca...

KULTUR | GESCHICHTE
Meilensteine in der abendländischen Geschichte des Diabetes mellitus.