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Editorial
ERSTE
AUSGABE 2002  Diabetes und Psyche
Alles
geht leichter, wenn wir uns und unsere Lebensumstände „im Griff“
haben: Eine positive Lebenseinstellung ist hierfür nur eine – wenn
auch sehr wichtige – Voraussetzung.
Was aber, wenn wir die Tatsachen, die uns aus dem seelischen Gleichgewicht
bringen, nicht ohne die Hilfe anderer bewältigen können? Das Leben
mit Diabetes ist ein anderes als das eines stoffwechselgesunden Menschen, auch
wenn heute vielfältige Therapiemöglichkeiten ein fast völlig
unbeeinträchtigtes Leben mit Diabetes ermöglichen helfen. Die Aussage,
dass „man mit Diabetes gut leben kann“ birgt für manche sogar
Beängstigendes oder kann demotivierend wirken, denn schließlich hat
es jeder Patient selber in der Hand, wie gut es ihm geht. Nicht wenige Menschen
mit Diabetes brauchen deshalb auch psychologische Unterstützung bei der
persönlichen Herangehensweise an ihren Diabetes.
Die persönliche Einstellung, die psychische Verarbeitung und Bewältigung
des Diabetes, bilden die unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche
Therapie. Erst dann können all die anderen Therapeutika greifen, all die
Informationen aus Diabetesschulungen erfolgreich und in Eigeninitiative umgesetzt
werden.
Viele Psychologen beschäftigen sich damit, wie Menschen mit Diabetes bei
der Bewältigung ihres Diabetes geholfen werden kann. Axel Hirsch, klinischer
Psychologe im Krankenhaus Bethanien in Hamburg, gibt in seiner Publikation „Diabetes
ist meine Sache“ – soeben in einer aktualisierten Auflage beim Verlag
Kirchheim erschienen – viele Anregungen für den positiven persönlichen
Umgang mit Diabetes, der einer freien Lebensgestaltung Raum lässt. In unserem
Beitrag gibt er Ihnen ganz aktuell einen Überblick über die Zusammenhänge
zwischen persönlicher Akzeptanz und erfolgreicher Eigentherapie der Stoffwechselkrankheit.
Dr. Karena Leppert schildert aus ihrer praktischen Erfahrung die Zusammenhänge
zwischen individueller psychotherapeutischer Beratung und erfolgreicher Diabetestherapie.
Welche Therapieform für welchen Diabetespatienten angemessen ist und wie
die erfolgreiche Schulung hierfür aussieht, beleuchtet Dr. Ralf Schiel
von der Friedrich-Schiller-Universität Jena, indem er auch auf die hierbei
notwendigen, aber bei weitem noch nicht einheitlich durchgesetzten Qualitätsstandards
eingeht.
Unserer Firmenphilosophie entsprechend möchten wir möglichst viel
dafür tun, um Ihre Lebensqualität zu verbessern und hoffen, Ihnen
in dieser Ausgabe von „Zucker“ erneut hilfreiche Anregungen hierfür
geben zu können. Schreiben Sie uns, wenn Sie bestimmte Themen behandelt
wissen möchten oder andere Anregungen und Tipps haben, damit wir uns aktuell
an Ihrem Informationsbedürfnis orientieren können!
Ihr Zucker-Redaktionsteam
ERSTE AUSGABE 2002 
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